1. Plastikfasern in Bier und Mineralwasser

Mineralwässer und Biere sind teilweise mit mikroskopisch kleinen Fasern aus Plastik verunreinigt. Dies haben Recherchen des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins "Markt" ergeben. Es besteht der Verdacht, dass die Fasern von Textilien aus sogenanntem Fleece-Material stammen. Weiterlesen

 

2. Nestlé's Projekt in Oregon/USA

In den USA wurde eine weitere Petition (in englisch) gestartet, damit Nestlé kein Wasser aus der Region Oregon entnimmt und mit exorbitanten Gewinnen weiterverkauft.

Unter localwateralliance.org kann man mehr Details erfahren, hier eine deutsche Übersetzung:

Nestlé's-Projekt in Oregon/USA

Nestlé, eines der größten Unternehmen der Welt, hat ein umstrittenes Mineralwasser-Projekt für Cascade Locks, der zweitgrößten Stadt im Hood River County, vorgeschlagen.

Das Projekt wäre Nestlé's erster Versuch einer Mineralwasser-Anlage in Oregon/USA und würde einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen, nämlich dass das Hood River County es erlauben würde, dessen Wasser in Millionen von Plastikflaschen verpacken und mit LKWs wegtransportieren lassen will.

Der "Water Protection Ballot Measure" (Wasserschutz-Maßnahme) würde das Projekt von Nestlé verhindern, aber es ist keineswegs nur dazu gedacht, das Nestlé-Projekt zu stoppen. Noch wichtiger ist, dass die Maßnahme die Möglichkeit eines Präzedenzfalles darstellt, dass das Hood River County unser Wasser schätzt und dass wir es nicht abverkaufen wollen, damit Wasser-Exporteure davon profitieren -  auf Kosten unserer Wasserversorgungssicherheit und -zukunft.

Bitte besuchen Sie unsere FAQ Seite für Antworten auf häufig gestellte Fragen. Wenn Sie eine Frage haben, schicken Sie sie uns bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Ich frage mich, ob Nestlé auch für Europa solche Pläne in der Schublade hat. Spätestens seit dem Film "Bottled Life" aus 2013 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass Nestlé in den USA unter dem Markennamen "Poland Spring" ein Mineralwasser produziert und dabei genau so vorgeht wie im Hood River County geplant.

Nestlé pumpt in Fryeburg (Maine/USA) mitunter fast gleich viel Wasser ab wie die gesamte Landwirtschaft im Bundesstaat verbraucht. Das sind rund drei Milliarden Liter im Jahr. Und wer hätte es gedacht: Nestlé hat Filmaufnahmen von der Abfüllfabrik verboten. Dazu folgende Zahlen über Nestlé und seine Marke "Poland Spring" in Maine/USA:

Nestlé zahlt pro LKW-Ladung (mit 30.000 Liter Fassungsvermögen) 10 Dollar an private Grundeigentümer und verkauft die Ladung für 50.000 Dollar. Das macht einen Gewinn von 500.000 Prozent! So macht die Schweizer Weltfirma glänzende Geschäfte.

Täglich werden 1 Mio. Liter aus dem Boden gepumpt und aus den Quellwasser-Pumpstationen auf LKW verladen. Dabei wird auch keine Rücksicht genommen auf geltende Gesetze: in Shapleigh/USA erfolgte eine Bohrung im Naturschutzgebiet.

Auch wenn wir in Deutschland über genügend Grundwasser verfügen, in aktuellen Studien gibt es erste Stimmen, die aufgrund u.a. der weltweiten Klimaveränderung eine Süßwasserknappheit für möglich halten.

Seit Juli 2010 ist der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht. Die Vereinten Nationen haben den Anspruch auf reines, sauberes Wasser und Sanitätsversorgung als allgemeines Menschenrecht festgehalten. 192 Mitgliedsstaaten haben die Resolution angenommen. Österreich hingegen enthielt sich der Stimme. Zur Information: der damalige Chef von Nestlé hieß Peter Brabeck und ist Österreicher. Ob das eine Rolle gespielt hat?

3. Medikamente belasten das Wasser

Auf einer Tagung in Kaiserslautern haben sich Fachleute über die zunehmende Belastung des Abwassers Gedanken gemacht. In der Diskussion waren die Produktion umweltfreundlicherer Medikamente als auch die Verwendung von Aktivkohle in der Abwasseraufbereitung. Zur Zeit ist keine der 140 Kläranlagen im Saarland in der Lage, diese Schadstoffe abzubauen.

Zum Artikel aus der Saarbrücker Zeitung vom 15.12.15

2016-01-07 10:35:58
12644
Print
 
Comments List